Psychotherapie für Kinder & Jugendliche

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Die Zeit des Heranwachsen und Erwachsenwerdens ist geprägt von zahlreichen Herausforderungen, die es für Kinder und Jugendliche, aber auch für deren Eltern zu meistern gilt.

Zusätzliche Belastungen, wie Probleme in der Schule, Konflikte oder große Veränderungen in der Familie können dann zu einer Überforderung der Kinder bzw. Jugendlichen führen, für die ihre vorhandenen Bewältigungsstrategien nicht ausreichen. Dass eine derartige Überforderung vorliegt, wird dann häufig an einem auffälligen Verhalten oder psychosomatischen Beschwerden erkennbar, weil den Kindern und manchmal auch Jugendlichen, die entsprechenden sprachlichen Ausdrucksmittel fehlen.

Bei Jugendlichen kommt hinzu, dass sie sich entwicklungspsychologisch in einer Phase der Ablösung bzw. Abgrenzung von den Eltern befinden, wodurch ein Sprechen über Gefühle oder Belastungen noch erschwert werden kann. 

Einen weiteren relevanten Faktor stellt die Corona-Krise, mit all ihren Auswirkungen und Einschränkungen dar. Kinder und Jugendliche benötigen außerfamiliäre soziale Kontakte, um die natürlich vorgegebenen Entwicklungsziele erfüllen zu können - um in ihrer Persönlichkeit zu reifen bzw. diese zu festigen. Die beschränkenden Maßnahmen haben Kinder und Jugendliche daher besonders hart getroffen. Zusätzlich hat das Home-Schooling in Kombination mit dem Home-Office in vielen Fällen das Familien-System überlastet und zu Frustration und Überforderung geführt.

Wie sieht Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen aus?

In der Psychotherapie mit Kindern bzw. Jugendlichen geht es in erster Linie darum, einen Zugang zu der individuellen Lebenswelt zu gewinnen. Dies kann je nach Alter und Persönlichkeit über gemeinsames Spielen, Bewegen, kreatives Arbeiten oder auch Gespräche ermöglicht werden.

Im Fokus der Therapie steht eine Entlastung des Kindes/der bzw. des Jugendlichen und damit i.d.R. auch des gesamten Familiensystems. Kinder und Jugendliche erhalten einen geschützten Rahmen, in dem sie ihre Probleme, Gedanken und Gefühle besprechen können. Unter professioneller Anleitung können Ressourcen entdeckt, Handlungsspielräume erweitert und eigene Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. 

Mögliche Anlässe bzw. Gründe für eine Kinder- bzw. Jugendpsychotherapie könnten z.B. sein:

  • Schulprobleme (Schulverweigerung, Schulangst, Mobbing)

  • familiäre Konflikte

  • Leistungsdruck / Prüfungsangst

  • psychosomatische Beschwerden

  • Zukunftsängste

  • Ängste, Zwänge, Depressionen oder andere psychische Belastungen

  • Selbstverletzendes Verhalten

  • Schlafstörungen

  • Identitätsprobleme

  • Sucht (Computerspielsucht, Drogen, etc.)